Maletto ist klein und schön. Genau wie … eine Erdbeere! In der Tat ist dies die Stadt der Erdbeeren, die besten in Italien! Sie kultivieren sie hier auf dem reichen und fruchtbaren Boden des Ätna, was dem Produkt eine hohe und geschützte Qualität verleiht.

Maletto wurde nach dem Adligen benannt, der die Stadt im 13. Jahrhundert gründete: Manfredi Maletta. Er war ein Verwandter des schwäbischen Kaisers Friedrich 2. Manfredi baute die Burg, die früher hier stand, auf Malettos Hügel. Heute kann man nur noch seine Ruinen sehen. Das Dorf begann im 15. Jahrhundert zu wachsen, sobald die Familie Spadafora das Grundstück in Besitz nahm. Sie regierten den Ort bis zur Union Italiens im Jahre 1860.

Maletto ist heute eine Agrarstadt. Der Aufbau dieser Gemeinde ist seltsam, da es vom Gebiet einer anderen Gemeinde, Bronte, umgeben ist. Der einzige kleine Punkt, der „frei“ ist, befindet sich auf der Westseite des Ätna, grenzt aber an 9 weitere Gemeinden! Maletto ist ein „Gefangener“ vieler anderer Realitäten, aber es kann immer noch anders und einzigartig sein. Nicht nur wegen der Erdbeeren.

 

Maletto und seine „Favare“

Auf dem Gebiet von Maletto können Sie einige Wasserquellen namens Favare (aus dem Arabischen „al fawra“) bewundern. Eine große Anzahl von Bächen füllt die Lavaebene, welche im Fluss Simeto münden. Sie sind die Überreste eines alten Flusses, der während eines Ausbruchs des Ätna mit Lava geflutet wurde.

Die Lava hatte auch einen Damm geschaffen, der heute den Gurrida-See hält. Dieser See bringt auch einige der Bäche hervor. An der Stelle, an der das Wasser regelmäßig überläuft, befinden sich die Balze Wasserfälle. Die natürliche Show der Favare ist im späten Frühling noch schöner, wenn der Bergschnee schmilzt. Die Schönheit dieser Bäche und ihrer Ufer voller Blumen ist einzigartig.

 

Sehenswürdigkeiten in Maletto

Das Zentrum von Maletto ist klein und schmal. Es ist leicht zu Fuß erreichbar, obwohl viele Straßen steil ansteigend sind. Im Dorf können Sie einige alte Kirchen bewundern: San Michele (16. Jahrhundert) mit dem wunderschönen barocken Altarbild Sant’Antonio da Padova (1785) mit Werken von Bagnasco, der San Giuseppe aus dem 19. Jahrhundert und Sacratissimi Cuori di Gesù e Maria. Letzteres ist die Hauptkirche der Kleinstadt.

Vor Ort finden Sie kleine Überreste des Schlosses von Manfredi Maletta. Um zumindest die Fundamente des zentralen Turms und die Treppen zu bewundern, müssen Sie zum höchsten Punkt der Stadt gelangen und weiter hinaufsteigen. Die Aussicht von oben gibt einen Eindruck von der strategischen Bedeutung dieser Festung. In Maletto gibt es auch ein kleines, aber interessantes archäologisches Museum. Seit 1952 bietet das Salvo Nibali Museum Zeugnisse der Geschichte des Ortes und seines Territoriums sowie pädagogische und multimediale Workshops.

Der Geist der Banditenprinzessin

Der Legende nach wurde Maletto dank des Mutes einer Prinzessin namens Maretta geboren. Eine starke, schöne, aber ernste Frau. Sie ließ sich von keinem Mann erobern. Sie kämpfte gegen die Mobber, indem sie sich auf dem Hügel versteckte, auf dem die Stadt später gegründet wurde.

In der Tat waren es nach Überlieferungen die Armen, die Schutz bei ihr suchten und das bewohnte Zentrum gründeten. Die Banditenprinzessin Maretta verschwand eines Tages. Niemand weiß, wo oder wie sie gestorben ist. Aber jeder ist sich sicher, ihren Geist noch heute durch die Burgruine wandern gesehen zu haben – manchmal auch in den Straßen des ältesten Teils von Maletto.

 

Maletto Erdbeeren

Maletto-Erdbeeren sind in ganz Italien bekannt und eine hoch geschätzte Slowfood-Marke. Die Tradition begann anscheinend mit einer Erdbeere, die Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich ausgewählt wurde. Die Sorte Madame Moutot wurde 1906 auf das wenige Kilometer von Maletto entfernte Schloss Nelson gebracht.

Dank des fruchtbaren und reichen Bodens des Ätna fand die französische Erdbeere ihren idealen Platz in Maletto. Sie wird hier immer noch angebaut, obwohl sie jetzt auch in Syrakus und in den Gewächshäusern von Ragusa zu finden ist. Die Maletto-Erdbeere ist wunderschön, süß und sehr zart.

Im Inneren hat es wenig, aber leckeres Fruchtfleisch, welches schnell verzehrt werden sollte. Der Geschmack ist ausgezeichnet, sehr delikat mit einer nie übermäßig sauren Note. Im Juni feiert die Stadt ihr Produkt mit dem Erdbeerfest, bei dem Besucher einen 1000 kg schweren Erdbeerkuchen probieren können!





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