Eine Tour zu den Stätten des Alcantara Tals



Eine Tour zu den Stätten des Alcantara Tals

Falls Sie mit uns die wunderschöne Nordseite des Ätna erkunden wollen, dürfen sie es nicht verpassen eins der Städte, welche im Schatten, meist verschneit und weniger abschüssig auf dieser Seite des Vulkans liegen, zu sehen. Am Fuße der Nordseite des Etna öffnet sich das Tal des Flusses Alcantara, mit seinen bekannten Schluchten – aber nicht nur das. Der Fluss Alcantara kommt aus dem Nebrodi-Gebirge und fließt wie ein Wildbach in Richtung Tal.

In der Nähe von Randazzo erreicht er das Wasser des Nebenflusses Flascio und wechselt die Richtung, indem er mit langsamerem Verlauf in das sedimentäre Tal eintritt, welches in der Nähe von Giardini Naxos und Taormina endet. In der Nähe von Castiglione mündet der Fluss in kleinen, in den Fels gehauenen Becken, welche sich einige Meilen entfernt in die felsige Schlucht verwandelt, die jeder kennt. Entlang dieser Route gibt es einige Dörfer und Städte, von denen wir Ihnen diejenigen vorstellen möchten, die weniger bekannt sind als Taormina, Giardini und Randazzo, die jedoch genauso schön sind.

Etna & Alcantara Ausflug

Mojo Alcantara und Malvagna

Wir beginnen die Erkundung des Tals entlang des Flusses Alcantara. Nachdem er Randazzo verlassen hat, geht es ruhig durch ein ziemlich flaches Gebiet in Richtung Mojo Alcantara. Diese kleine Stadt mit 730 Einwohnern hat eine ruhmreiche Vergangenheit, welche zum Jahr 1602 und auf die freiherrliche Familie, (die Gründer dieser Stadt um den Krater Mount Mojo) zurückführt.  Dies ist kein Seitenkrater des Ätna, da dieser unabhängig vom Lehmboden auftaucht und nicht mit dem größeren Vulkan verbunden zu sein scheint. Es ist ein schlafender Vulkan, auf dem schöne Obstgärten zu finden sind. Mojo ist die Hauptstadt der sizilianischen Pfirsiche und beherbergt die letzte große Kirchweih im Osten der Insel. Verpassen Sie nicht das schöne Holzkruzifix aus dem 17. Jahrhundert, welches in der Hauptkirche „u Signuruzzu“ aufbewahrt wird. In der Nähe von Mojo befindet sich das Dorf Malvagna, das ebenfalls aus dem Feudalismus des 17. Jahrhunderts stammt. Die Hauptdenkmäler sind die Fresken des Klosters der Minderbrüder, die Hauptkirche und die Kirche San Marco aus dem 18. Jahrhundert. Das Malabotta-Naturschutzgebiet, das zum Gebiet von Malvagna gehört, schützt einen der ältesten sizilianischen Wälder.

Castiglione

Der Fluss fließt in Richtung des Vorgebirges, von dem aus Castiglione di Sicilia das Tal überblickt. Castiglione ist eine kleine Stadt, die trotz der Ursprünge der Römer und Araber ein mittelalterliches Aussehen hat. Um sein prächtiges Schloss herum versammelt, bietet es einige interessante Monumente: den Wehrturm U Cannizzu, die Kirchen Madonna della Catena, die Heiligen Peter und Paul und das kleine und schöne Sant’Antonio mit seinem barocken Sandstein und der Lavafassade, die sehr alte Kirchen von San Nicola – direkt am Ufer des Flusses –  ein romanisches Zeugnis, das wertvolle Freskenüberreste, und die kubische Kirche Santa Domenica schützt. Letztere ist eine alte Kirche, die vollständig aus Lavastein erbaut wurde und an byzantinische Kultstätten erinnert, die aber wahrscheinlich aus der islamischen Zeit (10. Jahrhundert) stammt. Erst kürzlich wurde es nach langer Zeit der Vernachlässigung geborgen. Gleich neben dieser Kirche beginnt der Alcantara durch eine Reihe von Stufen und Becken, abzusteigen, welche ihn zwischen den Felswänden des berühmtesten Canyons einführen.

Motta Camastra, das Dorf der Schluchten

Motta Camastra ist eine kleine Stadt (mit weniger als 1000 Einwohnern), die sich zwischen dem Hügel, auf dem sich das mittelalterliche Dorf und dem Tal befindet, in dem sich die modernste Stadt entwickelt hat. Hier befindet sich der Eingang zum berühmten Alcantara Schlucht Regional Park, den Sie dank der Trekkingpfade oder mithilfe des Aufzugs, welcher im „Bauch“ des Felsens verläuft, nach unten fahren können, um das Flussbett zu besuchen. Die Schluchten sind dank Restaurants, Geschäften, Informationsstellen und Souvenirverkaufszentren für den touristischen Empfang ausgestattet. Das berühmteste Monument von Motta ist sein Dorf, mit seinen engen Gassen und Plätzen, die seit dem Mittelalter beinahe intakt sind. Der Stolz der Stadt sind die köstlichen Walnüsse, das Hauptprodukt des Ortes.

Francavilla di Sicilia

Francavilla, die Stadt des Wassers, wird von drei Flüssen durchquert: Alcantara, San Paolo und Zavianni. Eine Stadt griechischen Ursprungs, welche nach dem Jahr 1000 eine ruhmreiche Zeit durchlebte, als auf Anordnung des Grafen Roger hier ein wichtiges Kloster errichtet wurde. Sehenswürdigkeiten sind das Kloster der Kapuziner mit seinem Museum für ländliche Geschichte, das Antiquarium mit den archäologischen Sammlungen des Ortes und die Schisina-Dörfer, die verlassenen ländlichen Dörfer aus den 1930er Jahren. Die Verwaltung des Alcantara Schlucht Regional Parks befindet sich in Francavilla.