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Die Barbagallo-Krater sind da und wirken so „hässlich“ wie eine Narbe, die niemand zeigen möchte! Doch auch sie drücken mit ihrer bloßen Existenz die kraftvolle Schönheit eines unglaublichen und faszinierenden Vulkans wie des Ätna aus. Betrachtet man das Profil des Berges von der Ostflanke aus, ragen diese beiden Erhebungen fast empor, um die harmonische Form des Gipfels zu stören … aber wenn man sich in ihrer Gegenwart befindet, dort oben auf 3.000 Metern über dem Meeresspiegel, wird man sich verlieben!

 

Wie die Barbagallo-Krater entstanden

Die Barbagallo-Krater sind eines der vielen Phänomene, die während des großen Ausbruchs von 2002 auftraten. Ein gigantisches Ereignis, das drei Monate dauerte (von Oktober 2002 bis Januar 2003) und durch das Aufbrechen eines großen Teils des Vulkankörpers verursacht wurde. Explosionen und Lavaströme ereigneten sich sowohl nördlich als auch südlich der Gipfelkrater, und auch diese blieben nicht untätig.

Bei diesem Ausbruch zerstörte die Lava die Skigebiete und Unterkünfte von Piano Provenzana, und ein weiterer Lavastrom bedrohte das Gebiet um Sapienza. Auf dem Gipfel des Ätna spaltete sich der Boden zwischen Torre del Filosofo und Montagnola, und zwei Eruptionskegel begannen Feuer zu speien. Nach dem Ausbruch wurden diese „Zwillingskegel“ (heute erloschen) nach einer Familie historischer Vulkanführer benannt: den Barbagallos.

Führer und Helden

Alfio Barbagallo, der Älteste, wurde 1801 geboren und war zusammen mit seinem Sohn Giuseppe einer der wichtigsten Ansprechpartner für Bergsteiger am Ätna. Damals gab es noch keine hochentwickelten Technologien, keine Satelliten, keine Drohnen. Ausbrüche konnten nur von den wenigen mutigen und erfahrenen Männern vorhergesagt werden, die den Vulkan wie einen Teil der Familie kannten.

Vincenzo Barbagallo, der letzte Nachkomme, wurde 1909 geboren und arbeitete nicht nur als Bergführer, sondern auch als Aufseher der Sternwarte. Später wurde er Leiter der Berghütte Refuge Sapienza und ein Freund des großen Vulkanologen Dr. Haroun Tazieff. Ihm werden die ersten echten Dokumentarfilme über den Ätna und seine Aktivität zugeschrieben, die er mit einer Amateurkamera aufnahm.

Wie alle Bergführer waren die Barbagallos wahre Helden des Berges. Man erzählt sich, dass Vincenzo, als die Lava 1971 die Sternwarte zerstörte, zurückblieb, um das Ereignis zu filmen. Er trotzte den glühenden Felsbrocken und sah mit gebrochenem Herzen zu, wie das geliebte Gebäude einstürzte. Was hätte man auch von einem Mann erwarten können, der, nachdem er sich durch einen vulkanischen Splitter das Schlüsselbein gebrochen hatte, jahrelang stolz diese Narbe präsentierte und sie „den Kuss des Ätna“ nannte?

Besuch der Barbagallo-Krater

Die Wanderung zu den Barbagallo-Kratern ist eine 3 km lange Strecke (ab der Bergstation der Seilbahn Montagnola) bzw. 8 km lange Wanderung (ab Sapienza) über zerklüftetes Lavagelände. Der Aufstieg ist anstrengend und herausfordernd. Aufgrund der Nähe zu den Gipfelkratern ist dies stets ein gefährliches Gebiet. Wegen der Schwierigkeit der Route, der Nähe zu aktiven Vulkanschlote und plötzlicher Wetterumschwünge wird dringend empfohlen, diese Wanderung mit einem erfahrenen Bergführer zu unternehmen. Wenn Sie alleine wandern, stellen Sie sicher, dass Sie über die gesamte professionelle Bergsteigerausrüstung sowie die nötige Expertise verfügen und informieren Sie stets jemanden über Ihre Pläne und Ihre geplante Route.

Diese Wanderung ist nur empfehlenswert, wenn Sie sich in ausgezeichneter körperlicher Verfassung befinden und regelmäßig und gezielt trainiert haben.

Für weniger sportliche Wanderer sind die Barbagallo-Krater auch mit den motorisierten Fahrzeugen der Etna-Seilbahn erreichbar. Entlang der Route können Sie die imposanten Kegel bequem von einem Sitzplatz aus bewundern und, wenn Sie möchten, sogar einen von ihnen besteigen.

Spektakuläre Aussicht

Von den Barbagallo-Kratern bietet sich Ihnen ein spektakulärer Ausblick. Sie sehen nicht nur die Küste von Catania und das sizilianische Hinterland, sondern auch das Panorama des Montagnola-Gipfels und der etwa 4 km entfernten Gipfelkratergruppe. An sonnigen Tagen mit klarer Sicht reicht der Blick sogar bis nach Malta und zu den Äolischen Inseln! (Foto: G. Musumeci)





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