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Es wird ein langer Ausbruch sein: Aktualisierung folgt



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Der neue Ausbruch des Ätna, der am 6. August begann, scheint sich zu etwas Größerem entwickelt zu haben. Es könnte sich um ein langwieriges Ereignis handeln, dessen Folgen trotz der kontinuierlichen Überwachung durch das INGV-Vulkanologische Institut weiterhin unvorhersehbar sind. Während der Voragine-Krater zum vierten Mal in Folge große Aschewolken ausstößt, reißt der Boden unterhalb von 2.900 Metern weiterhin auf.

Wie hat alles angefangen?

Die strombolianische Aktivität im Voragine-Krater hat sich zunehmend verstärkt und ist ab etwa 19:30 UTC anhaltend und häufig geworden. Sie entwickelte sich zu Lavafontänen, die noch immer anhalten. Die dabei entstehende Eruptionswolke breitet sich in südöstlicher Richtung aus. Aus seismischer Sicht wurde ab etwa 19:00 UTC ein plötzlicher Anstieg der durchschnittlichen Amplitude des vulkanischen Tremors beobachtet, der hohe Werte erreichte und auf eine weitere Zunahme hindeutet. Das Epizentrum der Eruptionen liegt ab etwa 19:15 UTC im Kratergebiet des Voragine, in einer Tiefe zwischen ca. 2.900 und 3.000 m über dem Meeresspiegel. Die Infraschallaktivität ist hoch; die Ereignisse sind auf den Voragine-Krater beschränkt und weisen mittlere bis teils hohe Amplitude auf.

Am Morgen des Freitags, den 7. August, öffnete sich in etwa demselben Gebiet wie im Juli ein neuer seitlicher Riss. Dank des Gefälles fließt aus diesem Riss schnell Lava und erreichte innerhalb weniger Stunden das Valle del Bove. Die Lage entwickelt sich ständig weiter; wir werden Sie informieren, sobald neue Daten und Bilder der Projekttechniker eintreffen. Es wurde außerdem ein starker Ascheausstoß registriert, und der Voragine-Krater gibt recht laute Grollen von sich, die besonders von der Südostseite des Vulkans zu hören sind.

Neue Austrittsstellen: Besteht Gefahr?

Aktuell – am 11. August 2026 um 16:40 Uhr – scheinen vier Lavaaustrittsstellen an der Ostflanke des Ätna, genauer gesagt an der Nordwand des Valle del Bove am Fuße des Serracozzo-Gebirges, geöffnet zu sein. Zwei weitere Spalten haben sich zu den beiden bereits bestehenden hinzugefügt, wobei eine davon jedoch kürzlich versiegt ist. Somit gibt es nun tatsächlich vier Austrittsstellen, von denen aber nur drei aktiv sind. Aktuell. Die Angabe „aktuell“ ist notwendig, da sich die Situation ständig verändert. Der Ätna war schon immer an seiner Ostflanke besonders empfindlich, da diese dazu neigt, langsam zum Meer hin abzurutschen. Genau diese Empfindlichkeit ermöglicht es der Lava, in diesem Bereich – wenn sie einen Weg an die Oberfläche sucht – leicht durch den Boden zu dringen.

Was wir derzeit mit Sicherheit wissen

  • Der Ausbruch hält an, mit Lava- und Aschefontänen aus den Gipfelkratern.
  • Weitere seitliche Krater haben sich im Valle del Bove geöffnet und werden sich möglicherweise noch öffnen.
  • Die aktuellen Krater befinden sich zwischen 2.900 und 1.900 Metern Höhe.
  • Es gibt mehrere Lavaströme, einige davon sind gut gespeist.
  • Für städtische Gebiete besteht noch keine Gefahr (die nächstgelegenen Städte sind Fornazzo und Milo), da der Ausbruch weiterhin auf das unbewohnte Valle del Bove beschränkt ist.
  • Auch wenn es von der Küste aus so aussieht, als würde die Lava die Häuser in den Dörfern berühren, handelt es sich dabei lediglich um eine optische Täuschung und nicht um eine Gefahr.

Konsultieren Sie stets Vulkanologen (und vorsichtig mit Informationen aus Socials)

Für weitere technische Informationen und vor allem für verlässliche – keine Falschmeldungen – Nachrichten zum Ausbruch besuchen Sie die Website oder die Social-Media-Seiten des INGV (hier: https://www.ingv.it/ oder hier:  https://www.facebook.com/ingvvulcani?locale=it_IT) und keine Panik durch reißerische oder alarmistische Pressemitteilungen.




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